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Morbach                                           - 3 -                                   Ausgabe 8/2019











                             Jugendschutz (nicht nur) im Karneval


              Bürgermeister Andreas Hackethal appelliert an Gastwirte, Einzel-
             händler, Veranstalter, Karnevalsvereine sowie Erziehungsberechtigte
            Sehr geehrte Damen und Herren,
            es ist wieder soweit. Das vielfältige Karnevalstreiben genießt in unserer Ge-
            meinde einen hohen kulturellen und sozialen Stellenwert.
            Dies alles darf jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass es immer wie-
            der Anlass gibt, auf den Jugendschutz im Karneval, gerade im Hinblick auf

            den Verkauf und Verzehr von Alkohol, hinzuweisen.
            Alkoholabgabestellen, die die einschlägigen Bestimmungen des Jugend-
            schutzgesetzes nicht kennen oder nicht beachten, Eltern, die ihre Verant-
            wortung für das Wohl ihrer Kinder nicht ausreichend wahrnehmen, Kinder
            und Jugendliche, die die Wirkung des Alkohols unterschätzen und im allge-
            meinen Karnevalsgeschehen die Gelegenheit suchen, Erwachsenenverhal-
            ten auszuprobieren und zu imitieren, dies alles ist leider auch immer wieder
            festzustellen.
            Karnevalsvereine, Polizei und die Gemeinde appellieren daher auch in die-
            sem  Jahr  wiederum  an  alle Verantwortlichen,  im  Karneval  dem  Jugend-
            schutz im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen besondere Beachtung
            zu schenken.
            Dies schließt ausdrücklich auch Eltern und Erziehende mit ein, die ihre Ver-

            antwortung (und ihre Vorbildfunktion) wahrnehmen und - wenn nötig - sich
            nicht scheuen sollten, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhin-
            dern, dass Minderjährige sich und andere durch nicht erlaubten oder über-
            mäßigen Alkoholkonsum gefährden.
            Gleichzeitig gilt es auch auf die ins Jugendschutzgesetz aufgenommene Re-
            gelung hinzuweisen, wonach in der Öffentlichkeit Tabakwaren an Jugendli-
            che unter 18 Jahren generell nicht abgegeben werden dürfen.
            Die Gemeinde Morbach wird ihrerseits - in Kooperation mit der Polizei -
            durch das Ordnungsamt und das Jugendamt mittels Kontrollmaßnahmen
            die gebotenen Möglichkeiten wahrnehmen, eine unerlaubte Abgabe von
            Alkoholika und Tabakwaren zu unterbinden bzw. zu ahnden. Gleichzeitig
            werden Kinder und Jugendliche direkt angesprochen werden.
            Ich darf Sie hiermit bitten, das Anliegen des Jugendschutzes gerade im Kar-
            neval zu unterstützen.

                                                                            Mit freundlichen Grüßen
                                                                                   Andreas Hackethal
                                                                                         Bürgermeister
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